Nutzung des Gebäudes - Ökologische Aspekte

CO2-Bilanz von Gebäuden

Die unten stehende Tabelle zeigt die Umweltauswirkungen von 1 kWh Heizenergie (abhängig vom genutzten Energieträger) (siehe GBC - Das Green Building Challenge Handbuch):

Funktions
einheit
Treibhausgas
potential
Versauerungs-
potential
Primärer
Energie-
aufwand
Einheit  kg CO2 equ./kWh kg SO2 equ./kWh kWh/kWh
Öl kWh 0,313 0,719 1,317
Erdgase kWh 0,263 0,320 1,319
Strom kWh 0,576 3,957 3,770
Holz kWh 0,014 0,540 1,369

Die Nutzung dieser Daten zusammen mit Daten zum Heizenergieverbrauch ermöglicht die einfache Berechnung des CO2–Haushaltes eines Gebäudes über einen Zeitraum von einem Jahr. Wenn beispielsweise der Energieverbrauch 50 kWh/m²a beträgt, das Haus eine Fläche von 150 m² einnimmt und mit einer Gasheizung beheizt wird, entspricht das einem CO2–Ausstoß (Treibhausgaspotential) von 0,263 x 50 x 150 = 1.972,5 kg CO2.

Verglichen mit dem CO2–Ausstoß einer Gebäudeheizung, sind die CO2–Emissionen beim Herstellungsprozess von Ziegeln sehr gering. Die GBC-Studie der Ziegelindusrie in Deutschland, Österreich und der Schweiz (siehe GBC - Das Green Building Challenge Handbuch –> “Baustoffe”) zeigen ein Treibhausgaspotential von 0,194 kg CO2 pro Kilogramm Ziegel. Ein Einfamilienhaus mit einer Wohnfläche von 150 m² benötigt durchschnittlich 40 Tonnen Ziegel, die 7.760 kg CO2 in der Herstellung erzeugen. Mit anderen Worten, der CO2-Ausstoß, der durch 4 Jahre Heizen entsteht, ist größer als der bei der Ziegelherstellung auftretende CO2-Ausstoß.

Gewöhnlich haben massive Ziegelwände eine durchschnittliche Haltbarkeit von mindestens 90 Jahren. Teilt man den CO2-Ausstoß, der durch die Herstellung entsteht durch diese 90 Jahre, erhält man eine jährliche CO2-Menge von nur 86 kg CO2, was 4,4% der CO2-Menge, die durch die Heizanlage entsteht, entspricht.




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